von U. Ackermann 

 
Mit der Kraft meiner Worte und der Stärke
 
meiner Stimme
 
möchte ich mich hiermit in der
 
Öffentlichkeit von Hobby-Plastik-Indianer-
 
Schamanen distanzieren
 
Auf Grund gesammelter Erfahrungen im
 
Laufe meiner Zeit in der ich mich mehr
 
 und mehr  mit dem
 
Leben der Natives (Indianer) beschäftigte,
 
 möchte ich mich heute von denjenigen
 
lossagen, die hier in
 
Deutschland als Hobby-Schamanen
 
 Federn zur Ehrung verteilen und auch
 
Namensgebungen, so
 
genannte „Indianische“ Hochzeiten,
 
 Reinigungsriten usw. zelebrieren.
 
 
Es ist so, ich mache seit meinen 16
 
 Lebensjahr dieses Hobby, wobei sich mit
 
 der Zeit meine Einstellung zum Tragen
 
 von Federn geändert hat
 
Indianer-Fans und Hobbyisten gibt es viele
 
 auf der Welt. Interessante Web-Seiten zu
 
diesem Thema auch. Nicht jeder Fan
 
 betreibt sein Hobby mit größter Sorgfalt und
 
 Genauigkeit zum Detail.
 
 

Doch an all diejenigen, die sich eine Feder an den Kopf stecken und sich auf den Mund hauen, bis sie dann indianisch Schreien, all denen möchte ich zu dieser Thematik meine Gedanken dazu mitteilen.  Vielleicht kann der Eine oder Andere sich damit identifizieren und vor dem nächsten Kauf von Perlen, Leder, Fell oder sonstigen Sachen, mit denen man sich schmücken will, darüber Gedanken machen, mal etwas weniger dafür auszugeben und ein paar Euros in wirklich "lebenswichtige" Dinge zu investieren. Denn den Indianern "da drüben" hilft es nicht beim Überleben, dass wir hier deren Kultur pflegen indem wir uns ihre Religion aneignen und zelebrieren oder ihre Kleider nach alten Vorlagen nachfertigen etc. pp.

 

All denen, die die Bedeutung der Feder nicht wissen oder nicht wissen wollen, all denen, den es sch... egal ist, was heute mit dem Volk los ist… all denen sagen wir: dass wir uns von solchen Hobbyisten distanzieren

 

All denen die sich eine Feder an den  Kopf stecken, möchte ich sagen, dass sie nie die Bedeutung erkennen, die die Feder für die Natives hat. Eine Feder von einem Native zu bekommen und diese nicht zu tragen, das bedeutet für mich Respekt vor dem was eine Feder für die Natives bedeutet!

 

Ich habe gelernt, dass viele im deutschen Hobby sich mit Federn schmücken - zur Darstellung einer alten Zeit. Das ist soweit noch OK und es ist auch eine tolle Sache, wenn man hier im Hobby eine Feder für einen besonderen Anlass bzw. Taten bekommt, aber all das was sie im Hobby tun, ist und bleibt doch nur das nachspielen der alten Zeit!

 

 

Und Ihr solltet eure Federn – aus Respekt - ablegen, zumindest wenn ein Native in der Nähe ist.

 

 

Wir alle wissen, dass wir hier mit unserem Geld viele Federn kaufen könnten, aber diese Federn haben keine Bedeutung. Ist es das was Ihr wollt? Mit vielen Federn umherlaufen damit Ihr ausseht wie ein echter Native?

 

Ich glaube nein! Wir wollen doch die alte Zeit nachstellen! Oder?

Wir wissen doch, dass wir keine Indianer sind. Es ist doch ein Hobby! Das heißt, am Wochenende oder mal eine Woche Indianer spielen, das ist alles was wir tun, denn am Sonntag oder Montag sitzen wir in unserm schicken und klimatisierten Auto und fahren Heim. Wir müssen hier nicht ums Überleben kämpfen.

 

OK, wir machen die alte Zeit nach. Aber was tun wir in 100 Jahren? Machen wir da auch die Zeit vor 100 Jahren nach? Das stelle ich mir sehr schwierig vor. Oder wollen wir dann auch in abgewrackten Wohntrailern schlafen in Gebieten mit Schimmel- und Uranverseuchten Wasser?

 

Wohl kaum!! Es ist so, dass die Natives heute auch noch leben und wir alle sollten ihnen mit Respekt gegenübertreten und deshalb keine Federn tragen, die wir uns hier aus Spaß an den Kopf stecken, um auszusehen wie ein echter Indianer

 

Ich bin der Meinung das sollten wir einfach nicht tun.

 
Es interessiert mich nicht....


Es interessiert mich nicht, womit du deinen Lebensunterhalt verdienst.
Ich möchte Wissen, wonach Du innerlich schreist und ob du zu träumen wagst,
der  zu begegnen.

Es interessiert mich nicht, wie alt du bist.
Ich will wissen, ob du es riskierst wie ein Narr auszusehen, um deiner Liebe willen,
um deiner Träume willen und für das Abenteuer des Lebendigseins.


Es interessiert mich nicht, welche Planeten im Quadrat zu deinem Mond stehen.
Ich will wissen, ob du den tiefsten Punkt deines Lebens berührt hast,
ob du geöffnet worden bist von all dem Verrat, oder ob du zusammengezogen
und verschlossen bist aus Angst vor weiterer Qual.
Ich will wissen, ob du mit dem Schmerz – meinem und deinem – dasitzen kannst,
ohne zu versuchen, ihn zu verbergen oder zu mindern oder ihn zu beseitigen.
Ich will wissen ob du mit der Freude – meiner oder deiner – da sein kannst,
ob du mit Wildheit tanzen und dich von der Ekstase erfüllen lassen kannst,
von den Fingerspitzen bis zu den Zehenspitzen, ohne uns zur Vorsicht zu ermahnen,
zur Vernunft, oder die Grenzen des Menschseins zu bedenken.

Es interessiert mich nicht, ob die Geschichte, die du erzählst, wahr ist.
Ich will wissen, ob du jemanden enttäuschen kannst, um dir selber treu zu sein.
Ob du den Vorwurf des Verrats ertragen kannst und nicht deine eigene Seele verrätst.
Ich will wissen, ob du vertrauensvoll sein kannst und von daher vertrauenswürdig.
Ich will wissen ob du Schönheit sehen kannst, auch wenn es nicht jeden Tag schön ist,
und ob du dein Leben aus Gottes Gegenwart speisen kannst.
Ich will wissen, ob du mit Scheitern – meinem oder deinem – leben kannst
Und trotz allem am Rande des Sees stehen bleibst und zu dem Silber des Vollmonds rufst: "Ja!"

Es interessiert mich nicht zu erfahren, wo du lebst und wieviel Geld du hast.
Ich will wissen, ob du aufstehen kannst nach einer Nacht der Trauer und der Verzweiflung,
erschöpft und bis auf die Knochen zerschlagen, und tust, was für die Kinder getan werden muss.

Es interessiert mich nicht, wer du bist und wie du hergekommen bist.
Ich will wissen ob du mit mir in der Mitte des Feuers stehen wirst und nicht zurückschreckst.

Es interessiert mich nicht, wo oder was oder mit wem du gelernt hast.
Ich will wissen, was dich von innen hält, wenn sonst alles wegfällt.
Ich will wissen, ob du allein sein kannst und in den leeren Momenten wirklich gern mit dir zusammen bist.


Oriah Mountain Dreamer,
indianischer Stammesältester


Dieser Text ist mir begegnet, ich persönlich finde ihn wunderschön.



Ist das BEWUSSTES - SEIN
...im Sinne der Indianer und eine Möglichkeit für uns
BEWUSST miteinander zu leben

 

Es ist sehr schade das die Menschen, oder sagen wir die meisten von ihnen sich so wenig darum kümmern wie es ihren Mitmenschen geht.

Wenn ein Mensch für sich entscheidet in einer Form von Anonymität zu leben...ok

Aber wieviele leben isoliert ohne es zu wollen?

Mein Leben wird für mich "reicher" durch Mitgefühl, Interresse und Gehör für andere Menschen.

Aber das für mich selbstverständliche wird von vielen dann als "Helfersyndrom" bezeichnet!

Es wäre alles so einfach, wenn wir mit offenen Ohren und Augen durch das Leben gingen.

Wenn ich mit meinen Enckel spazieren gehe und mich von ihrer Begeisterung angesteckt auf den Boden hocke mitten am Weg und wir eine Schnecke beobachten, oder wir die Schuhe ausziehen und im Bach nach Steinen suchen oder einen Staudamm bauen...passiert es oft das wir beäugt werden wie die Ausserirdischen. Erst recht wenn ich mit genauso viel Spass mit ihnen durch das Wasser springe...

Wieviele von denen wohl selber gerne ins Wasser gehen würden und Natur spüren möchten?

Und wieviele leider nicht einmal mehr das plätschern eines Baches, den Gesang eines Vogels, das Rauschen des Windes durch die Bäume wahrnehmen.

Da geht schon soviel Lebensfreude verloren...und das miteinander wird immer schwieriger - die Natur gleichgültig und ohne Nachdenken zerstört.

Last uns all das wieder wahrnehmen!